Wärme und Energie für die Wintermonate

Liebe Leserinnen und Leser,

der Winter bringt Kälte, aber auch die Chance, etwas langsamer zu machen und gut für sich zu sorgen. Jetzt ist die perfekte Zeit, auf wärmende Lebensmittel zu setzen, die Körper und Seele guttun. Wintergemüse wie Grünkohl, Rote Bete (s. Rezepttipp aus unserer Diätküche) oder Wurzelgemüse sind nicht nur gesund, sondern lassen sich ganz einfach in leckere Gerichte verwandeln. Wie wäre es zum Beispiel mit Ofengemüse? Einfach Gemüse würfeln, würzen, ab in den Ofen – dazu ein Kräuterdip, fertig!

Auch kleine Rituale bringen Energie in die dunklen Monate: Ein Spaziergang an der frischen Luft, ein wärmender Ingwertee oder ein paar Minuten zum Durchatmen können Wunder wirken. Der Winter mag ruhig und kühl sein, aber er bietet auch eine Gelegenheit, neue Kraft zu schöpfen.

Probieren Sie es aus – kleine Schritte machen oft den größten Unterschied!

Herzliche Grüße

Ihr Team der AOK-Klinik Rügen

Unser Tipp: Rote Beete-Linsen-Salat

Zutaten: (für 4 Personen)

500 g vorgekochte Rote Beete

1l Gemüsebrühe

125 g rote Linsen

1         rote Zwiebel, mittelgroß

1 EL    Essig oder Zitronensaft

200 g  Handkäse „Harzer Roller“

2 EL     Pflanzenöl

Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Petersilie oder Rucolablätter zum Garnieren

Zubereitung:

Die Linsen in einem Sieb unter fließendem Wasser waschen. Anschließend in einen Topf mit der Brühe geben und aufkochen. Dann die Hitzezufuhr auf Minimum reduzieren und 10 Minuten unter einem Deckel köcheln lassen. In der Zwischenzeit Rote Beete aus der Packung nehmen und abtropfen lassen, anschließend würfeln. Zwiebel abziehen und in kleine Würfel schneiden. Käse in dünne Scheiben schneiden oder grob raspeln. Das zubereitete Gemüse in eine Auflaufform geben und nach Geschmack würzen. Backofen vorheizen ( Umluft ca. 150°C ) und auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten garen, bis der Käse zerläuft.

Viel Spaß beim Nachkochen und „Guten Appetit“!

Weihnachtsgewürze – Genuss mit Bedacht

In der Weihnachtszeit duftet es überall nach Zimt, Nelken, Anis und Vanille. Typische Weihnachtsgewürze, die für viele zum Fest einfach dazugehören. Doch so wohltuend diese Düfte auch sind, sie können bei empfindlichen Personen Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen.

Besonders Gewürze wie Zimt, Muskat, Nelken oder Kardamom enthalten ätherische Öle, die Hautreizungen oder Atembeschwerden verursachen können. Auch Kreuzallergien – etwa bei Menschen mit Pollenallergien – sind möglich. Symptome reichen von Juckreiz und Hautausschlag bis hin zu Magenbeschwerden.

Wer empfindlich reagiert, sollte Gewürze sparsam verwenden, auf hochwertige, unverarbeitete Produkte achten und beim Auftreten von Beschwerden ärztlichen Rat einholen. So lässt sich die Weihnachtszeit weiterhin mit allen Sinnen genießen – nur eben etwas bewusster.

TIPP:     Selbstgemachte Weihnachtsleckereien können leicht angepasst werden – milde Alternativen wie Vanille, Tonkabohne oder ein Hauch Zitrone bringen ebenso festliche Aromen ins Haus.

Kuschelige Neuigkeiten aus unserer medizinischen Abteilung

Seit Oktober gibt es bei uns etwas ganz Besonderes: unsere Kuscheltier–Sprechstunde!

Hier kümmern wir uns liebevoll um die „kranken“ Lieblingskuscheltiere unserer kleinen Patientinnen und Patienten. Die Stofffreunde werden verarztet, bekommen frische Verbände oder auch ein liebevolles Trösten – und währenddessen lesen wir spannende Geschichten vor. Jedes Wehwehchen wird versorgt und jedes Kuscheltier darf am Ende wieder fröhlich nach Hause hoppeln, miauen oder brummen.

Mit einem „offenen Ohr“ und viel Fürsorge zaubern wir ein Lächeln in die Gesichter unserer kleinen Gäste und schenken Geborgenheit in einer manchmal ungewohnten Umgebung. Hier entstehen kleine Momente, die zeigen, dass Heilen manchmal schon mit einem Pflaster und einem Lächeln beginnt.

Mit der Adventszeit steht nun eine besonders stimmungsvolle Zeit bevor. Unsere Abteilung wird in eine gemütlich weihnachtliche Atmosphäre verwandelt – mit viel 💙 und Wärme, damit sich unsere Patientinnen und Patienten während dieser besonderen Wochen fast wie zu Hause fühlen können.

Uns liegt es sehr am Herzen, dass sich alle bei uns gut umsorgt fühlen – ob groß oder klein, Mensch oder Kuscheltier.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeitenden im medizinischen Bereich, die jeden Tag mit so viel Geduld, Herz und Kompetenz für unsere kleinen, großen und kuscheligen Patientinnen und Patienten da sind.

Euer Kuscheltier-Sprechstunden-Team mit 💙 

Selbstfürsorge in der Weihnachtszeit – Wieso wir in der besinnlichen Zeit besonders auf uns achten dürfen

Die Weihnachtszeit gilt als Zeit der Besinnlichkeit, Geborgenheit und Verbundenheit.  Leise rieselt der Schnee – während die Herzen wärmer werden (sollen). Gleichzeitig erleben viele Menschen diese Phase des Jahres als emotional sehr fordernd. Zwischen hohen Erwartungen, Grippewellen, familiären Verpflichtungen, beruflichen Jahresendaufgaben und Weihnachtsfeiern gerät die eigene innere Balance schnell ins Wanken. Psychologinnen und Psychologen betonen deshalb seit Jahren, wie zentral echte Selbstfürsorge in dieser Zeit ist – nicht als Weihnachtsluxus, sondern als Notwendigkeit.

Der Druck der perfekten Feiertage

Kaum eine Zeit des Jahres ist stärker mit idealisierten Bildern aufgeladen. Von harmonischen Familienmomenten, glücklichem Festtagsessen bis hin zu fröhlichen, besinnlichen Feiern – überall begegnen uns Vorstellungen davon, wie Weihnachten „sein sollte.“ Die Diskrepanz zwischen perfektem Wunschbild und Realität kann dann Stress, Schuldgefühle, Traurigkeit oder Gefühle des Scheiterns auslösen. Hinzu kommen möglicherweise Erinnerungen an vergangene Festtage, an Menschen, die dieses Jahr vielleicht nicht mehr unter dem Weihnachtsbaum sitzen, Einsamkeit, … Gerade Menschen mit hohem Verantwortungsgefühl oder ausgeprägtem Perfektionismus geraten hier schnell in eine Überforderung.

Selbstfürsorge als psychologischer Schutz

Selbstfürsorge bedeutet, die eigenen emotionalen und körperlichen Bedürfnisse ernst zu nehmen und bewusst zu nähren. Dazu gehören nicht nur Erholung, sondern auch klare Grenzen, realistische Planung und ein achtsamer Umgang mit den eigenen Ressourcen. Studien zeigen, dass schon kleine Selbstfürsorge-Routinen das Stressniveau senken, die Resilienz stärken und das Erleben von sozialem Druck mindern können. Wichtig dabei ist der Perspektivwechsel: Selbstfürsorge ist kein egoistischer Rückzug, sondern eine Voraussetzung dafür, überhaupt präsent, liebevoll und stabil mit anderen sein zu können. Psychologisch betrachtet führt dies zu einem besseren Umgang mit den eigenen Gefühlen und erhöht die Fähigkeit, Konflikte oder Spannungsmomente während der Festtage gelassener zu meistern.

Emotionale Klarheit statt Pflichtgefühl

Ein zentraler Aspekt der Selbstfürsorge ist das Erkennen der eigenen emotionalen Realität. Wer bewusst wahrnimmt, was erschöpft und was Kraft schenkt, kann Entscheidungen treffen, die nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus innerer Stimmigkeit entstehen. Dazu gehört auch, soziale Grenzen zu setzen, Einladungen abzulehnen oder Rituale zu vereinfachen – und gleichzeitig Raum für das zu schaffen, was persönlich guttut.

Kleine Werkzeuge mit großer Wirkung

Psycholog*innen empfehlen einfache, aber wirksame Maßnahmen: Kurze tägliche Momente der Entspannung, bewusste Atemübungen, Spaziergänge, das Führen eines Reflexionstagebuches, achtsame Pausen oder das praktische „Entlasten“ der Feiertage durch Priorisierung. Auch der Austausch mit vertrauten Personen kann als emotionaler Anker dienen und das Gefühl von Verbundenheit stärken.

Ein Plädoyer für eine menschliche Weihnachtszeit

Selbstfürsorge eröffnet die Möglichkeit, Weihnachten auf eine Weise zu erleben, die authentisch und innerlich stimmig ist. Sie erlaubt uns, die Fülle der Feiertage ohne Überforderung wahrzunehmen. In einer Zeit, die oft von Erwartungen überlagert ist, wird Selbstfürsorge zum psychologischen Gegengewicht – und zu einer Einladung, die Feiertage wieder als das zu sehen, was sie im Kern sein könnten: eine Phase echter Ruhe, Verbindung und (Selbst)Liebe.

Weihnachtsbaum schmücken – Tradition mit Herz und Geschichte

Das Schmücken des Weihnachtsbaumes ist für viele Menschen der Höhepunkt der Adventszeit. Wenn Kugeln, Lichter und Sterne ihren Platz finden, wird es festlich und das Zuhause verwandelt sich in einen Ort voller Wärme und Weihnachtsstimmung. Doch hinter diesem Brauch steckt auch eine lange Tradition.

Ein Blick in die Geschichte

Der geschmückte Weihnachtsbaum hat seine Wurzeln im deutschsprachigen Raum und entstand im 16. Jahrhundert. Anfangs wurden Tannen mit Äpfeln, Nüssen und Papierblumen verziert – Symbole für Leben, Licht und Hoffnung in der dunklen Jahreszeit. Erst später kamen die Kerzen und gläserne Christbaumkugeln hinzu, die im 19. Jahrhundert ihren Siegeszug antraten und aus dem Weihnachtsbaum ein strahlendes Festsymbol machten. Über Auswanderer verbreitete sich dieser Brauch schließlich in vielen Teilen der Welt.

Ein gemeinsames Ritual

Heute ist das Schmücken des Baumes für viele Familien ein liebevolles Ritual. Während Erwachsene Lichterketten und empfindliche Kugeln anbringen, wählen Kinder voller Stolz ihre Lieblingsornamente aus und sorgen für den ganz persönlichen Charakter des Baumes. Selbstgebastelte Anhänger, Erbstücke oder Andenken aus dem Urlaub machen den Baum zu einem kleinen Erinnerungsstück.

Ein Moment, der verbindet

Bei weihnachtlicher Musik, Kerzenschein oder Plätzchenduft entsteht eine besondere Atmosphäre – ein Moment der Gemeinschaft und Vorfreude. Wenn schließlich die Baumspitze, der Stern oder Engel oben auf dem Baum platziert wird, ist der Zauber komplett.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Schmücken Ihres Weihnachtsbaumes und eine besinnliche, stimmungsvolle Adventszeit.

Besser schlafen trotz Familienalltag – so verbessern Sie Ihre Schlafhygiene

Wer Kinder hat, kennt das: Der Tag ist oft durchgetaktet, die Nächte sind manchmal unterbrochen und erholsamer Schlaf kommt dadurch oft zu kurz. Dabei ist dieser eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit, Geduld und Leistungsfähigkeit – genau das, was Eltern täglich brauchen.

Hier sind einige einfache, aber wirkungsvolle Tipps zur Schlafhygiene, die helfen können, gesunden und erholsamen Schlaf trotz des Altagsstresses zu fördern:

Feste Schlafenszeiten einführen

Auch wenn das Familienleben oft unvorhersehbar ist, hilft ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus. Gehen Sie möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett, auch am Wochenende. So stabilisieren Sie Ihre innere Uhr.

Abendrituale etablieren

Rituale wirken nicht nur bei Kindern beruhigend. Lesen, ein warmes Bad oder eine (kleine) Tasse Kräutertee signalisieren dem Körper: Jetzt ist Zeit zum Runterfahren.

Bildschirmzeit reduzieren

Mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen sollten Handy, Tablet und Fernseher pausieren. Das blaue Licht hemmt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin.

Koffein & Alkohol vermeiden

Kaffee, schwarzer Tee und Energydrinks können den Schlaf stören – besonders am Nachmittag oder Abend. Auch Alkohol sorgt zwar kurzfristig für Müdigkeit, beeinträchtigt aber die Schlafqualität.

Schlafzimmer optimieren

Das Schlafzimmer sollte ruhig, dunkel und gut gelüftet sein. Eine angenehme Matratze und möglichst wenig Störungen durch Licht oder Geräusche sind ebenfalls wichtig.

Den Kopf frei bekommen

Gedankenkarussell? Probieren Sie Achtsamkeitsübungen oder schreiben Sie belastende Gedanken oder „To-Do`s“ vor dem Schlafengehen auf – so ist der Kopf frei für die Nacht.

Realistische Erwartungen

Gerade mit kleinen Kindern ist „perfekter“ Schlaf selten. Geben Sie sich selbst die Erlaubnis, „unperfekt“ zu sein und gönnen Sie sich – wenn möglich – tagsüber kleine Ruhepausen.

Fazit:

Guter Schlaf beginnt im Alltag. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und kleinen Veränderungen können Sie Ihre Schlafqualität deutlich verbessern – trotz oftmals stressigem Elterndasein.

Radeln für Körper & Seele

Eine Fahrradtour bietet weit mehr als nur Bewegung an der frischen Luft, Sie ist ein ganzheitliches Erlebnis mit positiven Auswirkungen auf Gesundheit und soziale Bindung.

Ob allein oder gemeinsam mit der Familie, jede Variante hat ihren besonderen Reiz.

Gesundheitliche Vorteile:

Radfahren stärkt das Herz-Kreislauf-System, schont die Gelenke und verbessert die Ausdauer. Es hilft beim Stressabbau und steigert das allgemeine Wohlbefinden; unabhängig davon, ob man allein oder in Gesellschaft unterwegs ist. Die gleichmäßige Bewegung fördert zudem die Konzentration und regt den Stoffwechsel an.

Allein unterwegs:  Zeit für sich selbst

Eine Solo-Tour auf dem Fahrrad ist ideal, um zur Ruhe zu kommen, den Kopf freizubekommen und in eigenem Tempo die Umgebung zu erkunden. Sie bietet Gelegenheit zur Reflexion und ist besonders für Menschen mit einem vollen Alltag eine wertvolle Auszeit.

Gemeinsam radeln:  Familienzeit stärken

Fahrradtouren mit der Familie fördern die Kommunikation, stärken das Gemeinschaftsgefühl und schaffen gemeinsame Erinnerungen. Kinder profitieren besonders: Sie lernen Verkehrssicherheit, erleben Natur hautnah und entwickeln früh ein Gefühl für Bewegung und Verantwortung.

Fazit:

Ob allein oder mit der Familie, Fahrradtouren sind eine bereichernde Freizeitaktivität, die Körper und Seele guttut. Wer regelmäßig in die Pedale tritt, investiert nicht nur in seine Gesundheit sondern auch in zwischenmenschliche Beziehungen.

Tipp:

Planen Sie doch gleich für´s Wochenende eine kleine Tour – die Bewegung und die frische Luft wirken oft Wunder!

Wandersteine – Kleine Steine auf großer Reise

Liebe Leserinnen und Leser,

habt ihr schon einmal beim Spaziergang oder Wandern einen bunt bemalten Stein entdeckt, mit einem fröhlichen Gesicht, einem Tiermotiv oder einem inspirierendem Spruch?

Dann seid ihr vielleicht einem Wanderstein begegnet!

Diese kleinen Kunstwerke bringen Farbe in den Alltag, zaubern Menschen ein Lächeln ins Gesicht und reisen oft viele Kilometer weit.

Was sind Wandersteine?

Wandersteine sind bemalte Steine die von kreativen Menschen gestaltet und anschließend an öffentlichen Orten ausgelegt werden. Im Wald, im Park, auf dem Spielplatz oder auch auf Wanderwegen. Wer einen findet, darf ihn mitnehmen und an einem neuen Ort wieder ablegen. Viele Wandersteine haben auf der Rückseite einen Hinweis auf eine Facebook- oder Instagram-Seite, so kann man ihre Reise online mitverfolgen.

Warum ein bemalter Stein so viel erreichen kann?

Sie mögen auf den ersten Blick völlig unbedeutend wirken, doch in Wahrheit tragen sie eine überraschend große Kraft in sich. Sie sind Träger von Freude, Verbindung zwischen Menschen und stille Impulse für Achtsamkeit und Kreativität.

Mit Kinderaugen die Welt entdecken.

Kinder begegnen der Welt mit offenen Augen, ein bunt bemalter Stein im Wald ist für sie kein Zufall, sondern ein kleines Wunder.

  • Neugier & Fantasie:              Wo kommt der Stein her? Wer hat ihn bemalt?
  • Kreativität:                             Beim Bemalen entdecken Kinder ihre künstlerische Ader, frei von Bewertung.
  • Verantwortung & Mitgefühl:  Sie lernen, dass ihre Werke anderen Freude bereiten.
  • Bewegung in der Natur:        Das Suchen und Auslegen fördert Aktivität, spielerisch und mit Sinn.
  • Wirkung auf die Seele:          Es sind oft die kleinen Dinge, die im Alltag Freude bringen und ein Wanderstein kann genau das sein; ein kleiner Lichtblick, zufällig und doch genau zur richtigen Zeit.

Ein Wanderstein ist mehr als nur ein bemalter Stein, er ist ein kleiner Botschafter der Freude und des Teilens, eine Einladung zum Innehalten und ein Zeichen: Du bist nicht allein!

Ob du ihn bemalst, findest oder weiterträgst, du bist Teil einer stillen, bunten Bewegung, die zeigt: Kleine Dinge können große Wirkung haben.

Also Augen auf beim nächsten Spaziergang und viel Spaß beim Malen, Suchen und Staunen!

Herbstzeit ist Ruhezeit – Die Fledermaus bereitet sich vor

Mit dem Einzug des Herbstes verabschieden sich nicht nur viele Zugvögel, sondern auch unsere heimischen Fledermäuse treffen wichtige Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit. Nach einem insektenreichen Sommer gilt es nun, sich einen sicheren Ort zum Überwintern zu suchen.

Auf der Suche nach einem warmen Versteck

Wenn die Temperaturen unter 10° sinken und das Nahrungsangebot knapper wird, begeben sich Fledermäuse auf die Suche nach einem geeigneten Winterquartier. Beliebt sind Höhlen, Baumspalten, alte Keller oder auch speziell angebrachte Fledermauskästen. In solchen Verstecken verbringen sie die nächsten Monate in Winterruhe; bewegungslos, energiesparend und gut getarnt.

Unsere Obstwiesen als Rückzugsort

Auch auf unseren Obstwiesen sind spezielle Nistkästen für Fledermäuse angebracht. Mit viel Geduld, Ruhe und einem wachsamen Blick lassen sich diese faszinierenden Tiere manchmal sogar in der Dämmerung entdecken, wenn sie lautlos auf Nahrungssuche gehen. Wer abends über die Wiesen streift und die Augen offenhält – der kann sie entdecken, ein flatternder Schatten könnte eine Fledermaus sein.

Warum ist der Herbst so wichtig für Fledermäuse?

Bevor sie sich zur Winterruhe zurückziehen, brauchen Fledermäuse dringend ausreichend Fettreserven. Jede nächtliche Jagd zählt, deshalb ist es wichtig das sie in dieser Übergangszeit nicht gestört werden. Gärten mit alten Bäumen, Totholz oder wilde Hecken helfen dabei, Insekten als Hauptnahrungsquelle zu finden.

Was können wir tun?

  • Keine Störungen an bekannten Ruheplätzen und Nistkästen,
  • Wildgärten mit heimischen Pflanzen anlegen, Verzicht auf Pestizide fördern das Nahrungsangebot
  • Fledermauskästen oder –quartiere anbringen und erhalten

Wusstest du schon?

Alle  bei uns lebenden Fledermausarten stehen unter strengem Schutz. Sie sind nützliche Schädlingsbekämpfer und faszinierende Flieger. In den Herbstmonaten beginnt außerdem die sogenannte Schwarmzeit: Männchen und Weibchen treffen sich an Winterquartieren zur Paarung, bevor sie getrennt in die Winterruhe gehen.

Also:

Augen auf bei Spaziergängen durch die Natur – mit etwas Glück begegnet man einem lautlosen Jäger in der Dämmerung!

Tango – eine Metapher für Erziehung und Menschenführung

Ein Impuls aus meiner Praxis als Rehabegleiter, Vater und leidenschaftlicher Tangotänzer

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe (ehemalige) Mütter, Väter und WegbegleiterInnen,

heute möchte ich Sie mitnehmen auf eine kleine tänzerische Reise – nicht auf das Parkett, sondern in die Tiefe unserer Beziehungen zu Kindern, PartnerInnen und auch zu uns selbst. Als Rehabegleiter und Pädagoge, Vater zweier Kinder und leidenschaftlicher Tangotänzer entdecke ich immer wieder überraschende Parallelen zwischen dem Tango Argentino und der Kunst, Menschen zu begleiten – insbesondere unsere Kinder.

hrung und Hingabe auf Augenhöhe

Im Tango gibt es eine Führungsrolle und eine Folgerolle – das klingt auf den ersten Blick hierarchisch, ist es aber nicht. Denn das Geheimnis eines gelungenen Tangos ist die gegenseitige Wahrnehmung und das Zuhören mit dem ganzen Körper. Die führende Person initiiert Bewegungen, aber sie zwingt nicht. Die folgende Person nimmt Impulse auf, interpretiert sie und antwortet mit Eigeninitiative und Kreativität. Das Zusammenspiel lebt von Vertrauen, Respekt und gegenseitiger Verantwortung.

Genauso ist es in der Erziehung
Unsere Kinder brauchen Orientierung und Halt – aber keine Kontrolle. Sie brauchen Führung – aber keine Dominanz. Wenn wir ihnen mit Präsenz begegnen, ihre Bedürfnisse wahrnehmen, und uns selbst gleichzeitig klar zeigen, entsteht ein Miteinander, das Wachstum ermöglicht – auf beiden Seiten.

Der Moment entscheidet nicht das Ziel

Im Tango planen wir nicht die nächsten 10 Schritte. Wir tanzen Schritt für Schritt – mit dem, was der Moment bringt. Auch im Alltag mit Kindern erleben wir Unvorhergesehenes: Trotzanfälle, Tränen, Umarmungen zur falschen Zeit, Fragen mitten in der Nacht. Wer immer nur am Ziel festhält („Kind muss jetzt ins Bett!“), verpasst die Chance, offen zu sein für das, was sich gerade zeigt, und damit ein Geschenk für unsere Nächsten.

Systemisch gesprochen: es geht nicht um starre Erziehungsrezepte, sondern um Beziehungsprozesse, die wir gemeinsam gestalten – flexibel, aufmerksam, lernbereit.

Balance von Nähe und Autonomie

Im Tango gibt es Phasen enger Umarmung und solche mit mehr Abstand. Beide braucht es – wie auch im Familienleben. Manchmal müssen wir loslassen, damit unser Kind wachsen kann. Manchmal müssen wir Halt geben, damit es sich nicht verliert. Und manchmal brauchen wir selbst Abstand – um wieder in unsere Kraft zu tanken.

In der Mutter/Vater-Kind-Klinik erleben viele Eltern diese Balance neu. Zwischen Verantwortung und Selbstfürsorge, zwischen Geben und Empfangen, zwischen Loslassen und Halt. Der Tango lehrt uns: Nur, wer mit sich im Reinen ist, kann gut in eine Beziehung treten.

Mein Impuls an Sie

Vielleicht mögen Sie heute einmal ganz bewusst „tanzen“ – nicht mit Musik, sondern mit Ihrem Kind, Ihrer Partnerin, einem Kollegen:
🎵 Nehmen Sie wahr – ohne gleich zu reagieren.
🎵 Führen Sie einen Impuls – und beobachten Sie, wie Ihr Gegenüber antwortet.
🎵 Bleiben Sie in Verbindung, auch wenn es nicht rund läuft.
🎵 Und: Vergessen Sie den Perfektionismus.

Es geht nicht um den perfekten Tanz – sondern um das gemeinsame Erleben.

Herzliche Grüße,
Ihr Markus Koch

Klinikgebäude in Schiffsform: das Therapieschiff Mullewapp, die Abenteuerwelt für Kinder
Verschiedene zweistöckige Gebäude der AOK-Klinik Rügen eingebettet in Parklandschaft
Das Haus Amadeo für die Unterbringung von Müttern und Kindern mit Baum im Vordergrund
Der Park der AOK-Klinik Rügen mit ausgelassen spielenden Kindern auf großer grüner Wiese, im Hintergrund das Haupthaus der Klinik